
Eternitplatten clever entsorgen: Ein praktischer Ratgeber von Rümpelgenie
So ziemlich jeder hat den Namen des Materials schon einmal gehört. Doch was ist Eternit überhaupt? Tatsächlich handelt es sich um einen Markennamen für Faserzementplatten. Als Erfinder gilt der österreichische Industrielle Ludwig Hatschek, der um 1900 ein besonderes Verfahren entwickelte. Die Idee: Zement mit Asbestfasern zu leichten, wetterfesten und langlebigen Platten verarbeiten.
Der Name „Eternit“ leitet sich vom lateinischen „aeternus“ ab und bedeutet so viel wie „ewig“ oder „unvergänglich“. Hergestellt wurden die Kunststeinplatten mit hydraulischen Bindemitteln aus ca. 90 % Zement und ca. 10 % Asbestfasern.
Wir schauen uns in diesem Ratgeber unter anderem an, woran Sie erkennen, ob Ihre Welleternitplatten Asbest enthalten und natürlich auch wie Sie Eternit-Platten ordnungsgemäß entsorgen können. Dazu geben wir Ihnen praktische Tipps, Tricks und Hintergrundinfos rund ums Thema. Gerne sind wir Ihr Ansprechpartner, wenn Sie ein Eternit-Dach entsorgen müssen und wenn beim Aufräumen von Garage, Gartenlaube oder Dachboden noch mehr anfällt, unterstützen wir Sie auch bei der Entrümpelung Berlin.
Wie oft (und wofür) wurden Eternitplatten verwendet?
Die Platten sind leichter als klassische Dachziegel, günstiger als Schiefer, haltbarer als Blech, und dabei auch noch feuerfest und frostbeständig. Kein Wunder, dass sich Eternitplatten früher riesiger Beliebtheit in der Baubranche erfreuten. Besonders intensiv wurde Asbest in der DDR genutzt: 1979 entfielen dort 59 Prozent des Asbestverbrauchs allein auf Asbestzementplatten. Nach 1960 wurden schätzungsweise rund 500 Millionen Quadratmeter Dachfläche mit solchen Platten eingedeckt. Während im Westen vor allem Namen wie Eternit und Fulgurit bekannt waren, begegnete man in der DDR häufig dem Produktnamen Baufanit.
Eternitplatten entsorgen – warum besondere Vorsicht nötig ist
Intakte, fest gebundene Platten setzen bei der normalen Nutzung, bzw. Während sie fest verbaut auf dem Dach liegen, keine gesundheitsgefährdenden Fasern frei. Gefährlich wird es erst, wenn die Platten mechanisch bearbeitet werden, also durch Brechen, Sägen, Schleifen, Fräsen oder Zerschlagen.
Dann kann es passieren, dass die lungengängigen Fasern freigesetzt werden. Lungengängige Fasern, das sind feine Partikel mit einer länglichen Form, die so klein sind, dass sie beim Einatmen bis in die tiefen Atemwege und die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen können.
Da Asbest als krebserzeugender Gefahrstoff gilt, ist eine normale Entsorgung im Bauschutt, als Sperrmüll oder Hausmüll nicht möglich. Asbesthaltige Baustoffe gelten als gefährlicher Abfall.
In Panik sollte man jedoch auch nicht gleich verfallen. Intakte Asbestzementplatten müssen nicht automatisch entfernt werden. Und es gibt auch kein generelles Sanierungsgebot für funktionsfähige Asbestzementprodukte.
Zusammengefasst: Eternit bzw. Eternitplatten selbst zu entsorgen, das ist nicht gerade die beste Idee. Besser, sich bei der Entsorgung von Eternitplatten an ein erfahrenes Spezialunternehmen wie Rümpelgenie zu wenden. Hier wird die Asbestentsorgung in Berlin nach professionellen Standards durchgeführt.
Enthalten meine Eternitplatten Asbest – und wie lässt sich das erkennen?
Asbeste ist in Deutschland seit 1993 generell verboten. Gerade in älteren Gebäuden bzw. Dächern aus den 1950er bis 1980er Jahren kann es aber gut sein, dass Asbest in der Bausubstanz schlummert. Betroffen sind häufig auch ältere Garagen, Gartenlauben, Hallen, Nebengebäude oder Fassadenverkleidungen. Allein das Baujahr ist aber kein endgültiger Beweis, denn das Material kann auch später erneuert worden sein. Berücksichtigen Sie also unbedingt auch alte Restbestände bzw. die Baugeschichte.
Ob Eternit Asbest enthält, lässt sich mit bloßem Auge nicht zuverlässig erkennen. Die Farbe der Platten ist kein sicherer Hinweis, denn es gibt sowohl graue, grüne, rote oder beschichtete Exemplare, die Asbest enthalten. Auch die Wellenform ist kein Beweis.
Unser Tipp: Prüfen Sie die Produkt- bzw. Bauunterlagen und / oder alte Rechnungen. Eine Kennzeichnung mit DIN 274 ist ein sicherer Hinweis auf Asbest. Bei Unsicherheit können Sie auch ein Fachlabor mit der Materialanalyse beauftragen. Brechen Sie aber nicht einfach selbst eine Probe ab, auch das ist zu gefährlich.
Und wie erkenne ich Eternitplatten ohne Asbest? Asbestfreies Eternit erkennen Sie am einfachsten anhand der Stempel NT (Neue Technologie), AF (Asbestfrei) und C (Zement ohne Asbest). Das alles sind eindeutige Kennzeichnungen für asbestfreie Faserzementplatten. Während das Kürzel NT ab den 1990er-Jahren für moderne Herstellungsverfahren eingeführt wurde, signalisiert AF die Asbestfreiheit oft optisch durch ein weißes „a“ auf schwarzem Grund. Das Zeichen C bestätigt ebenfalls direkt die Produktion ohne gesundheitsschädliche Asbestfasern.
Was sind moderne Alternativen zu Eternitplatten?
Als Alternative dient häufig moderner, asbestfreier Faserzement. Auch Ton- oder Betondachziegel kommen gerne zum Einsatz. Möglich ist auch eine Verdachung mit Metall- und Trapezblech oder Dachplatten aus anderen Werkstoffen. Bei der Auswahl sollten Sie Dachneigung, Tragfähigkeit, Optik, Budget und geplante Nutzung des Gebäudes berücksichtigen.
Darf ich Eternitplatten selbst entfernen und entsorgen?
Sie sollten asbesthaltige Eternitplatten weder selbst ausbauen noch auf eigene Faust entsorgen. Die Gefahrstoffverordnung gilt ausdrücklich auch für private Haushalte. Auch sie müssen Freisetzung und Ausbreitung von Asbestfasern so gut wie möglich verhindern.
Die Berliner Umweltverwaltung weist darauf hin, dass Tätigkeiten mit asbesthaltigen Baustoffen Fachbetrieben vorbehalten sind. Bei Dacharbeiten gibt es für Nicht-Profis außerdem ein großes Absturzrisiko. Wer sich dennoch austobt, dem drohen rechtliche Konsequenzen. Es kann auch vorkommen, dass die Annahmestelle unsachgemäß angeliefertes Material gar nicht erst entgegennimmt.
Eternitplatten richtig entsorgen – der Ablauf Schritt für Schritt
- Material bestimmen: Baujahr, Hersteller, Kennzeichnung, Asbestverdacht, ggf. Analyse
- Menge einschätzen: Anzahl der Platten, Quadratmeter, Gewicht, einzelne Platten oder komplettes Dach?
- Entsorgung klären: Kontaktaufnahme mit Annahmestelle, Annahmebedingungen klären (Menge, Preis, Verpackung)
- Demontage durchführen: Keine Zerstörungen an den Platten verursachen (Platten ganz lassen)
- Richtig verpacken: Staubdicht, in speziellen Asbest-/Platten-Big-Bags mit Kennzeichnungen
- Transport starten: Sichere Ladung, keine Vermischung mit anderem Abfall
- Korrekte Entsorgung: Geeignete Entsorgungsanlage / Sammelstelle, keine Wiederverwendung oder Weitergabe
Was macht Asbest so gefährlich?
Die Asbestfasern sind sehr fein und können tief in das Lungengewebe vordringen. Der Körper kann die Fasern nur sehr schwer abbauen. Oft treten Erkrankungen erst Jahrzehnte nach der Exposition auf. Möglich sind das Auftreten von Lungenkrebs oder verschiedener Tumore (Asbestose, Lungenkrebs, Mesotheliom).
Wohin mit Wellasbestplatten, Welleternit und Eternitplatten?
Nicht jeder Recyclinghof nimmt Asbest an. Je nach Region können unterschiedliche Schadstoffsammelstellen, spezielle Recyclinghöfe, speziell zugelassene Entsorgungsanlagen, Fachentsorger wie Rümpelgenie oder Containerdienste für entsprechende Abfälle zuständig sein.
Auch die regionalen Vorschriften und Preise unterscheiden sich. Häufig werden nur verpackte Platten angenommen. Auch eine Mengenbegrenzung kommt mitunter vor. Beachten Sie unbedingt die Anlieferbedingungen oder nutzen Sie einen professionellen Entsorgungsbetrieb, wenn Sie Eternit-Wellplatten entsorgen möchten.
Was sind die Preise beim Eternitplatten entsorgen?
Die Kosten für die Entsorgung von Eternitplatten hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wir haben Ihnen eine Tabelle erstellt, damit Sie sehen, wie die Kosten sich beeinflussen lassen und Sie bares Geld sparen können:
|
Dienstleistung: |
Richtwert: |
Details: |
|---|---|---|
|
Asbestanalyse |
ca. 80-150 € |
pro Materialprobe |
|
pro Materialprobe |
ca. 10-40 € |
abhängig von Größe und Anbieter |
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Entsorgung |
ca. 150-400 € pro Tonne |
regional stark unterschiedlich |
|
Demontage |
ca. 30-50 € pro m² |
abhängig von Zustand und Zugänglichkeit |
|
Gerüst |
ca. 7-12 € pro m² |
vor allem bei Dacharbeiten relevant |
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Container |
ca. 150-300 € |
meist zzgl. Transport und Entsorgung |
|
Komplettpaket |
ab ca. 50 € pro m² |
Demontage und Entsorgung, je nach Aufwand höher |
Demontage und Entsorgung, je nach Aufwand höher
In Berlin lassen sich Kleinmengen aus Haushalten und Kleingewerbe bis 1 Kubikmeter über bestimmte private oder öffentliche Sammelstellen entsorgt. Auch in anderen Städten kann es kommunale Angebote geben. Es kommt immer auch auf die zu entsorgende Menge, das Gewicht und den Wohnort an. Bitte beachten Sie auch: Demontage, Verpackung und Transport bleiben ggf. kostenpflichtig.
Wo kann Rümpelgenie sonst noch unterstützen?
Ein gewerbliches oder privates Objekt kann viel Arbeit machen. Gut, dass es in Berlin und Umland einen Partner wie Rümpelgenie gibt. Egal, ob Haushaltsauflösungen, Entsorgung, Reinigung, Renovierung oder Ankauf von Autos, Staplern oder Werkzeug. Wir bieten Ihnen langjährige Expertise, nachhaltige Entsorgung – und einen persönlichen Service mit Herz, der auch Ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern wird.
Eternitdach und Wellasbestplatten entsorgen – was bei größeren Mengen anders ist
Wenn Sie ein komplettes Dach abbauen und entsorgen möchten, hat das natürlich eine ganz andere Dimension. Wir reden dann von Sondermüll mit einer Masse von mehreren Hundert Kilogramm bis zu mehreren Tonnen. Gerade bei größeren Mengen sollten Sie die Entsorgung frühzeitig mit einem professionellen Entsorger abstimmen.
Messen Sie die Fläche vorher aus und berücksichtigen Sie dabei die Zahl bzw. das Format der Platten. Denken Sie auch an die Themen Dachhöhe, Gerüst, Absturzsicherung, Zufahrt für Fahrzeuge, Lagerplatz für verpackte Platten, Containerstellplatz, Nachbarn / Grundstücksgrenzen etc. Nehmen Sie die Platten möglichst unbeschädigt ab und zerbrechen Sie sie unter keinen Umständen, um das Volumen zu reduzieren.
Wie viel Asbest ist heute noch im Gebäudebestand vorhanden?
Wie groß die Altlast noch heute ist, lässt sich nur schätzen. Eine bundesweite Erfassung asbesthaltiger Gebäude gibt es nicht. Das Umweltbundesamt geht jedoch davon aus, dass mehrere Millionen Gebäude in Deutschland noch Asbest enthalten können. Nach Angaben der BAuA sind zudem weiterhin mehr als 35 Millionen Tonnen asbesthaltiges Material verbaut, darunter auch große Mengen alter Dach- und Fassadenplatten.
Häufige Fehler beim Entsorgen von Eternitplatten
Zu den häufigsten Fehlern gehört es, alte Eternitplatten ohne Prüfung wie normalen Bauschutt zu behandeln. Problematisch wird es besonders, wenn die Platten gebrochen, gesägt, gebohrt oder geschliffen werden. Dadurch können Asbestfasern freigesetzt werden. Auch der unverpackte Transport, die Vermischung mit anderen Abfällen oder die spontane Anlieferung beim Wertstoffhof sind keine gute Idee.
Besser ist es, Material, Annahmestelle, Verpackung und Entsorgungsweg vorher genau zu klären – oder die Entsorgung direkt an einen professionellen Dienstleister auszulagern.
FAQ zum Thema Eternitplatten clever entsorgen
Unser Fazit
Die Entsorgung von Eternit bzw. Asbest gehört in professionelle Hände. Zu groß ist die Gefahr, dass sich Betroffene durch unsachgemäßes Verhalten in gesundheitliche Gefahr bringen. Dabei sind die gesundheitsschädlichen Asbestfasern besonders heimtückisch und können erst nach Jahrzehnten Tumore oder Krebs auslösen. Wer Welleternit entsorgen möchte, kann sich gerne mit Rümpelgenie in Verbindung setzen. Wir beraten Sie fachmännisch und erstellen Ihnen ein kostenloses Angebot für Abbau und Entsorgung nach neuesten Standards.
Über den Autor
Markus Lange ist Geschäftsführer von Rümpelgenie und seit 2013 in der Entrümpelungsbranche tätig. Mit seinem Team hat er über 800 Wohnungen in Berlin und Brandenburg geräumt — darunter mehr als 200 Messie-Wohnungen. Sein Ansatz: Räumung mit Respekt, ohne moralischen Zeigefinger. Beratung und Vermittlung zu psychosozialen Diensten gehören für ihn fest zum Service.


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